Der Faire Handel
Du gehst bestimmt öfters mit Deinen Eltern in den Supermarkt? Ist Dir dabei schon aufgefallen, dass eine weit gereiste Banane nicht teurer ist als ein Apfel aus Deiner Gegend? Das ist doch erstaunlich, oder?
Das liegt unter anderem daran, dass den Bananen-Bauern nur sehr wenig für ihre Arbeit bezahlt wird. Obschon sie stundenlang und unter schwierigen Bedingungen arbeiten, genügt ihr Lohn oft nicht einmal, um ihre Familie ordentlich zu ernähren oder um Medikamente zu bezahlen.
Der Faire Handel versucht gerade dagegen anzukämpfen.
Er unterstützt Bauern und Arbeiter in ärmeren Ländern in Afrika, Asien oder Südamerika und er versichert ihnen bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Für ihre Produkte bekommen die Bauern einen festen Preis, unabhängig vom Preis des Weltmarktes. Durch das höhere Einkommen können sie sich besser um ihre Familie kümmern. Dadurch, dass die Bauern wissen, dass ihre Produkte gekauft werden, bleiben ihnen viele Sorgen erspart!
Die Produzenten dürfen mitbestimmen und mit dem Geldüberschuss werden soziale Einrichtungen wie Schulen, Krankenstationen oder ähnliches gebaut oder unterstützt.
Wer das Siegel des Fairen Handels haben will, muss auch auf Kinderarbeit und auf Zwangsarbeit verzichten. Bei der Produktion muss die Umwelt geschützt werden.
Auf seiner Weltreise kam Nicolas auch im Peru vorbei, wo er Pedro und dessen Familie kennenlernen konnte. Er hat mehr über das Leben der Kakaobauern kennengelernt und er hat sich Gedanke über den Fairen Handel gemacht. Die Geschichte kannst Du hier lesen.
Besuche einen Welt-Laden und lass Dir erklären, was der Unterschied zwischen herkömmlicher Ware und fair gehandelten Produkten ist.
Organisiere mit Deiner Klasse ein Frühstück mit fair gehandelten Lebensmitteln, um den andern Kindern Deiner Schule zu zeigen, wie viel man gegen Armut tun kann, indem man aufpasst, was man kauft. Frage in Deinem Supermarkt nach fair gehandelten Produkten.