Immer Plastikflaschen?

Leonardo hat bislang immer unbekümmert Wasser aus Plastikflaschen getrunken. Er hat einmal gehört, das Wasser sei sicherer. Seit er allerdings an der Verwirklichung der Millennium-Entwicklungsziele knobelt, zweifelt er immer stärker daran, ob er sein Verhalten nicht ändern sollte.
Ihm sind mittlerweile schon einige gute Gründe eingefallen, wieso es gescheiter wäre, das Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken.
Kennst Du einige dieser Gründe?
Wasser aus Plastikflaschen belastet:

  1. 1) die Geldbörse, denn ein Liter Flaschenwasser ist viel teurer als ein Liter Leitungswasser.
    Nur die Reichen können sich ohnehin das Wasser aus der Flasche leisten. Große Konzerne machen gewaltige Werbeaktionen für das „sichere“ Wasser, gerade in Regionen, wo der Zugang zu sauberem Trinkwasser nicht abgesichert ist. Während in Accra, der Hauptstadt Ghanas in Afrika, 100 Liter Leitungswasser nur 5 Cent kosten, müssten die Menschen für die gleiche Menge in Flaschen 5 bis 8 Dollar zahlen (Bibliographie #10).
  2. 2) die Umwelt, denn bei der Herstellung der Flaschen wird viel CO2 ausgestoßen, genau so wie beim Transport des verpackten Wassers.
    Um die Plastikflaschen herzustellen, wird Erdöl benutzt. Dieses Erdöl könnte natürlich auch für andere Zwecke verwendet werden.
    Was dann natürlich übrig bleibt, sind die leeren Flaschen. Jede Sekunde landen Hunderte von Plastikflaschen auf dem Müll. Längst nicht alle Flaschen werden wiederverwendet. Im Jahr 2006 wurden in Amerika 50 Milliarden Wasserflaschen benutzt und 38 Milliarden Plastikflaschen landeten im Müll. Wenn diese Plastikflaschen Ende an Ende zusammengelegt würden, würde diese enorme Plastikflaschenmenge ausreichen, um 10 mal die Distanz von der Erde bis zum Mond zurückzulegen (Bibliographie #12).
  3. 3) die Gesundheit, denn es bestehen Untersuchungen, laut denen Material aus den Plastikflaschen ins Trinkwasser übergeht und nachher Krebserkrankungen hervorrufen kann.

Leonardo ist also so langsam skeptisch und er sucht nach Alternativen.
Seitdem er folgende Information gelesen hat, sitzt er stundenlange in seinem Labo, um nach einer Lösung zu suchen. Er hat nämlich erfahren, dass viele Menschen wegen des Flaschenwassers buchstäblich auf dem Trockenen sitzen. Hast Du Dir noch nie die Frage gestellt, wo das Wasser herkommt, welches in Flaschen verkauft wird?
Immer öfter kaufen Firmen Nutzrechte an einheimische Wasservorkommen. So pumpte ein großes Konzern jahrelang täglich 350.000 Liter Trinkwasser im südindischen Plachimidia ab, um es in Flaschen zu füllen. Die Brunnen der Umgebung trockneten aus. Die Bevölkerung wehrte sich jedoch lange vergeblich, bis der Betrieb schlussendlich eingestellt wurde.
Wenn die Wasserrechte an private Firmen verkauft werden, bleibt die Wasserversorgung der Armen meist auf der Strecke (Bibliographie #10).

Das hat Leonardo schlaflose Nächte bereitet, in denen er an einer Erfindung bastelte.
Eine super Erfindung ist ihm schon geglückt: er hat einen Filter erfunden, den man direkt auf den Wasserhahn aufsetzen kann, so dass das Wasser gefiltert aus der Leitung sprudelt!
Und im Supermarkt hat er Wasserfilterbehälter gesehen, die auch eine ganz gute Alternative zur Plastikflasche darstellen. 

Wenn Leonardo jetzt picknicken geht, oder sonst irgendwo Wasser mitnehmen will, dann kramt er seine metallene Wasserflasche aus dem Küchenschrank, wo er sie jedes Mal ausgewaschen wieder hinstellt.

 

Hättest Du gedacht, dass Wasser aus Plastikflaschen etwas mit dem Millennium-Entwicklungsziel zu tun haben könnte?

  1. 4. Wir wollen, dass 2/3 weniger Kinder unter 5 Jahren sterben
  2. 7. Wir wollen unsere Umwelt achten und nachhaltig mit ihr umgehen