Workshop "Der Regenwald, der Klimawandel und ich "
Während dieses Schuljahres haben zahlreiche Grundschulklassen aus dem ganzen Land am Workshop "Der Regenwald, der Klimawandel und ich" teilgenommen, welcher von der ONG CSI in Zusammenarbeit mit der ONG "frères des Hommes" ausgearbeitet wurde.
Nachdem die Schüler mehr über die Wichtigkeit des Regenwaldes erfahren haben, entdeckten sie die Gründe und die Folgen der Abholzung, sowie deren Auswirkungen auf das Klima.
Gemeinsam haben die Klassen sich überlegt was sie bewusst ändern wollen um den Regenwald zu schützen, und um den Klimawandel nicht weiter zu fördern.
Einige Klassen haben diese Vorsätze in einem Klassenvertrag festgehalten um so das ganze Jahr über daran zu denken!

Die 5. Klasse vun Frau Mellina aus Lamadelaine die sich für den Regenwald und gegen den Klimawandel einsetzt.
Hier die Vorsätze dieser Klasse:
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Wir gebrauchen Recyclingpapier und schreiben das Papier voll.
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Wir bringen unser Pausenbrot ohne Aluminium mit.
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Wir machen die Lampen aus, wenn wir in die Pause gehen.

Die 6.Klasse von Frau Weintzen aus Lamadelaine hat ebenfalls am Workshop teilgenommen. Die ganze Klasse hat seitdem versucht die guten Vorsätze einzuhalten die die Schüler im Klassenvertrag festgehalten haben.
Drei Schulklassen aus Niederanven waren auch sehr aktiv:



Abholzung
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Tiago Carvaloh Monteiro, 10 Jahre, Vianden |
Auf der Erde ist etwa ein Drittel der Fläche die nicht mit Wasser bedeckt ist Wald.
Was glaubst Du, welcher Anteil des heute bestehenden Waldes ist Urwald, das heißt nicht von Menschen angepflanzt?
a) ein Zehntel
b) ein Drittel
c) die Hälfte
Der Urwald bietet die Basis einer Lebensgemeinschaft, die aus unglaublich vielen Tieren und Pflanzen besteht. Alle Lebwesen sind ganz eng miteinander verbunden. Der Urwald ist nicht etwa ein zufällig zusammen gewürfelter Haufen an Tieren und Pflanzen, sondern alles ist aufeinander abgestimmt. Verschwindet eine Pflanze oder ein Tier, so kann das eine ganze Kette von Reaktionen mit sich bringen.
Was gibt es noch im Wald außer Bäume?
Vielleicht denkst Du an Tiere, Insekten oder Pilze? Weißt Du aber auch, dass in verschiedenen Urwäldern auch Menschen leben? Es wird geschätzt, dass weltweit 2 Millionen Menschen im Regenwald leben. Sie gehören zu etwa 1000 verschiedenen Stämmen und sind in Gefahr, wenn der Wald abgeholzt wird (Bibliographie #16).
Weißt Du, wieso wir Menschen Bäume brauchen?
- Mit Hilfe des Sonnenlichts nehmen die Pflanzen Kohlendioxid (CO2) aus der Luft auf und binden ihn. Kohlendioxid ist der Gas, der von Menschen und Tieren ausgeatmet wird. Die Pflanzen setzen Sauerstoff frei, und diesen benötigen wir zum Leben.
- Wälder saugen wie ein Schwamm Regenwasser auf und geben es nur langsam wieder an die Flüsse und an die Luft ab. So sorgen sie dafür, dass der Boden nicht austrocknet und nicht vom Regen fortgeschwemmt wird.
- Viele Pflanzen des Urwaldes enthalten Wirkstoffe, die in Medikamenten verarbeitet werden können. Rotten wir diese Pflanzen aus, gehen uns wertvolle Wirkstoffe verloren.
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Rania Bahzad, 5. Klasse, Weiswampach |
Bislang war der Urwald gut geschützt, denn die Menschen verfügten nicht über das richtige Werkzeug, um das harte Holz der Bäume zu fällen. Dank der neuen technischen Möglichkeiten werden die Menschen jetzt aber zur Bedrohung für den Urwald.
In jeder Minute wird die Fläche von ungefähr 35 Fußballfeldern abgeholzt (Bibliographie #15).
Wenn die Zerstörung des Waldes in diesem Rhythmus weitergeht, dann wird es im Jahr 2050 keinen Wald mehr geben (Bibliographie #16). Nicht nur die Bäume verschwinden,wenn abgeholzt wird, auch viele Tier und Pflanzenarten verschwinden so für immer und die Ureinwohner verlieren ihre Heimat.
Weißt Du, weshalb die Bäume gefällt werden?
Es gibt verschiedene Gründe dafür:
- um Lebensraum zu schaffen
- für Brennholz und Nutzholz
- um Weiden zu schaffen für die Viehzucht
- um Erdölfelder auszunutzen
- um Bodenschätze leichter suchen und ausbeuten zu können
- für riesige Plantagen
Fallen Dir noch andere Gründe ein?
Hast Du Dir schon einmal überlegt, weshalb es schlecht, ja sogar gefährlich ist, wenn der Wald abgeholzt wird?
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Alex Muller, 4. Klasse, Bettemburg |
- Weil die Wurzeln der Bäume den Boden nicht zurückhalten, wird der fruchtbare Boden vom Wind oder Regen abgetragen.
- Die Wurzeln leiten das Wasser nicht mehr in den Boden weiter und dieser trocknet aus.
- Die Bäume bilden kein Blätterdach mehr, welches den Boden vor dem Austrocknen schützt.
- Die Blätter der gefällten Bäume geben keine Feuchtigkeit mehr an die Luft ab.
- Das Land das für Plantagen genutzt wurde, ist schon nach ganz kurzer Zeit unfruchtbar.
- Es kommt zu weniger Regenfälle und Dürreperioden sind die Folge.
- Das Kohlendioxyd kann weniger gebunden werden. Steigt es allerdings in der Atmosphäre stark an, steigt dadurch die Temperatur auf der Erde. Mehr dazu erfährst Du, wenn Du auf das Treibhaus klickst.
Die Schäden begrenzen sich nicht nur auf die Regionen, wo der Urwald verschwindet. Langzeitig kann sich das ganze Klima deswegen verändern, und auch wir werden darunter zu leiden haben.
Leonardo hat sich so manches einfallen lassen, was man tun kann um die Wälder zu schützen. Er weiß, dass die Urwälder sich nicht durch „angepflanzte“ Wälder ersetzen lassen, und deshalb ist es so schwierig Lösungen zu finden.
- Die Bäume nicht verletzen, zum Beispiel dadurch, dass wir unseren Namen einritzen
- Keinen Schmutz in den Wald werfen
- Weniger Auto fahren
- Wiederverwertetes Papier benutzen
- Auf das FSC Logo achten
- Papier sparen
- Keinen Lärm im Wald machen
- Nur auf den Wanderwegen spazieren gehen
- Kein Feuer im Wald anzünden
- Nicht zuviel Fleisch essen
- Lokale Produkte essen
Was Du tun kannst um Papier zu sparen, teilt Leonardo Dir unter „Mülltrennung“ mit.
Lösungen
b) ein Drittel