Länderinfo: Sudan

Geographische Lage

Der Sudan liegt in Nordost-Afrika.



Fläche

Mit 2 505 810 km2 ist der Sudan das größte Land Afrikas. Sudan ist größer als Luxemburg.  Weißt Du wie viel mal größer?

a) fast 125 mal
b) fast 500 mal
c) fast 1000 mal

Die Antwort findest Du am Schluss des Artikels über des Sudan.

Nachbarländer

  • Im Norden
    Ägypten und Libyen
  • Im Osten
    Äthiopien, Eritrea
  • Im Süden
    Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia
  • Im Westen
    Tschad und zentralafrikanische Republik

Geographie

Im Zentrum des Sudan erheben sich die Nuba-Berge.

Im Norden geht das Land in die Sahara, das heißt in Wüste, über, während es im Südsudan viel mehr regnet und es dort sogar Sumpflandschaften gibt.

 

Staatsform

Islamische Republik  

Hauptstadt

Weißt Du, ob es

  • a) Karthum
  • b) Karthois oder
  • c) Karbrum ist?

Antwort am Ende des Artikels

Bevölkerung

2005 lebten offiziell 36,2 Millionen Menschen im Sudan (Bibliographie #1). Wahrscheinlich liegt die Einwohnerzahl aber eher um die 41 Millionen.

 

 

Zu den Hauptbevölkerungsgruppen zählen 52 % Schwarzafrikaner und 36 % Einwohner arabischer Abstammung, die Sudanaraber genannt werden.

 

 

Im Jahr 2006 lag das Durchschnittsalter der Bevölkerung bei 18,3 Jahren (Bibliographie #2).

 

 

Religionen

Im Sudan ist der Islam Staatsreligion. 70 % der Bevölkerung sind Muslime, 25 % Anhänger traditioneller Religionen und 5% Christen. (Mehr Infos zu den Religionen findest Du auf dieser Internetseite unter "Halle und Treppe").

Sprache

Im Sudan ist der Islam Staatsreligion. 70 % der Bevölkerung sind Muslime, 25 % Anhänger traditioneller Religionen und 5% Christen. (Mehr Infos zu den Religionen findest Du auf dieser Internetseite unter "Halle und Treppe").

Nationalfeiertag

Am 1. Januar 1956 wurde die Republik Sudan ausgerufen, nachdem der Sudan bis 1953 eine britische Kolonie war (Bibliographie #2).

Währung

Wenn Du der Schnur folgst, wirst Du wissen, welche Währung im Sudan gilt, denn nur ein Weg führt Dich zur richtigen Lösung!

Soziale Situation

HDI (Human development Index)
Jährlich veröffentlicht das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen einen "Weltentwicklungsbericht", in welchem die Entwicklung von Armut und Reichtum auf der Welt beschrieben werden. In diesem Bericht werden die Länder nach dem HDI aufgelistet. HDI steht als Abkürzung für den englischen Begriff "Human development Index", das heißt "Index der menschlichen Entwicklung". Es handelt sich um eine Liste, in welcher die Länder an Hand ihre Entwicklung geordnet werden. So gibt es Länder mit einer hohen, mittelmäßigen oder niedrigen menschlichen Entwicklung.

Vielleicht fragst Du Dich, wie diese Entwicklung festgestellt wird?

Verschiedene Entwicklungszeichen werden in Betracht gezogen, so zum Beispiel die Lebenserwartung oder die Entwicklung der Bildung oder auch das durchschnittliche Einkommen pro Person.
Wenn diese Informationen von jedem Land vorliegen, ist es möglich, die Länder miteinander zu vergleichen und so festzustellen, welches Land - laut dieser Angaben - am weitesten entwickelt ist.
2008 verfügte das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen über Informationen von 179 Ländern der Erde.
In seiner Liste stand Luxemburg an 9. Stelle, Sudan allerdings nur an der 146 (Bibliographie #3). Während Luxemburg also zu den 10 am meisten entwickelten Ländern zählt, gehört Sudan zu den am wenigsten entwickelten Ländern.

Woran kann man denn erkennen, dass Sudan zu den am wenigsten entwickelten Ländern gehört?

Lebenserwartung

2006 betrug die Lebenserwartung im Sudan 58 Jahre. In Luxemburg war sie im selben Zeitraum mit 78 Jahren um 20 Jahre höher.
Ein Mensch, der also im Sudan zur Welt kommt, hat viel weniger Chancen alt zu werden. Durch schwierige Lebensbedingungen und Krankheiten, durch Mangel an Ärzten oder Krankenhäusern, durch Armut oder Krieg stirbt er im Durchschnitt 20 Jahre früher, als ein Mensch der in Luxemburg zur Welt kommt.
Andere Gründe wieso der Sudan zu den weniger entwickelten Ländern zählt, wirst Du beim Gang durchs Haus entdecken.

Tiere und Pflanzen

Vor allem im Zentral- und Südsudan gibt es viele Tiere: Elefanten, Büffel, Giraffen, Antilopen, Hyänen, Löwen, Flusspferde und Krokodile sowie viele Vögel.

Landwirtschaft

Im Sudan werden Baumwolle, Erdnüsse, Sesam, Hirse, Sorghum, Weizen und Zuckerrohr angebaut.
 
Der Sudan produziert ebenfalls 80% des Gummiarabikums weltweit. Gummiarabikum wird aus dem Saft eines Baumes gewonnen.

Gummiarabikum wird ganz vielfältig eingesetzt. So zum Beispiel im Bereich der Lebensmittelherstellung, wo es als Verdickungsmittel eingesetzt wird.
In der Europäischen Union ist das Gummiarabikum in Lebensmitteln zugelassen; es muss allerdings mit der Nummer E414 auf den Verpackungen gekennzeichnet sein (Biblbiographie #2).

Kuck mal zu Hause im Küchenschrank, ob Du Lebensmittel mit Gummiarabikum findest!

Auch bei der Medikamentenherstellung wird es eingesetzt, so z.B. zum Überzug von Dragees.

Lustig ist sein Einsatz auch, um Papier, Briefmarken, Umschläge und ähnliches "klebbar" zu machen.

Auch im Künstlerbereich ist Gummiarabikum bekannt, denn es wird für die Herstellung von Farben verwendet, so z.B. für die Gouachefarben, die Du vielleicht in der Schule benutzt?

Ein bisschen grausiger war die Anwendung von Gummiarabikum im Alten Ägypten, wo die Leichen damit einbalsamiert wurden. Die Toten wurden damit behandelt, um ihre Körper länger haltbar zu machen.

Bürgerkriege

Bürgerkriege nennt man Kriege bei denen sich Menschen in einem Land gegenseitig bekämpfen. Seit Jahrzehnten herrschten im Sudan solche Bürgerkriege. Die Menschen, die sich bekämpfen, sind alle Sudanesen, aber sie gehören oft zu unterschiedlichen Stämmen. Ein Stamm ist eine mehr oder weniger große Gruppe Menschen, die zusammenlebt und ihre eigenen Regeln haben.

Im Sudan ist die Spannung besonders groß zwischen den Sudanesen afrikanischer Abstammung, die schon immer im Sudan lebten, und den Sudanesen arabischer Abstammung, die aus arabischen Ländern eingewandert sind.

Von 1983 bis 2005 befand sich der Sudan ununterbrochen im Bürgerkrieg (Bibliographie #2) . 2005 wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet, das dem Südsudan erlaubt sich selbst zu verwalten. 2011 soll dann abgestimmt werden, ob der Südsudan unabhängig wird.

Besonders schlimm ist die Lage seit 2003 in Darfur, im Westen des Sudan. Die Regierung, die eher aus arabischen Sudanesen besteht, und zwei afrikanische Rebellengruppen kämpfen dort gegeneinander. Die afrikanischen Rebellengruppen sind gegen die Regierung, weil sie finden, dass die Regierung die Sudanaraber bevorzugt und das wollen sie sich nicht gefallen lassen. Die Regierung will die Rebellen zum Schweigen bringen und geht deshalb mit Bombenangriffen und Bodenattacken gegen sie vor.  Reitergruppen der arabischen Sudanesen reiten von Dorf zu Dorf und richten große Zerstörungen an. Sie töten und vernichten alles auf ihrem Weg. Die Regierung behauptet allerdings, sie hätte nichts mit den Reitergruppen zu tun. Von Zeit zu Zeit sah es aus, als ob es zum Frieden kommen könnte, doch die Kämpfe dauern immer noch an und unzählige Menschen starben schon.

Auch im Osten vom Sudan ist die Lage angespannt. Die Menschen, die dort in armen Bedingungen leben, fühlen sich von der Regierung unterdrückt, weil sie nichts vom Geld der Bodenschätze (Eisen, Marmor, Gold und Uran) oder von den Einnahmen aus dem Erdölverkauf erhalten. Auch sie haben sich zusammengeschlossen und mehrere Angriffe auf die Regierung durchgeführt. Im Juni 2006 wurde allerdings ein Vertrag unterzeichnet, in dem sich die Regierung und die Rebellen verpflichten, nicht mehr weiterzukämpfen.

Auch wenn der Sudan ganz stark vom Krieg gezeichnet ist, gibt es dort aber auch viel Schönes zu entdecken. Mehr dazu erfährst Du unter "Halle und Treppe".

Lösungen

  • Fläche
    c) Sudan ist fast 1000-mal größer als Luxemburg
  • Hauptstadt
    a) Karthum
  • Sprache
    Arabisch
  • Währung
    sudanesisches Pfund