Nicht alles ist nützlich
Manchmal, wenn wir von der Armut in der Welt erfahren, haben wir den Wunsch aktiv zu werden. Wir wollen uns einsetzen, damit es anderen Menschen besser geht. Doch nicht immer sind unsere gut gemeinten Aktionen auch nützlich. Manchmal können sie die Situation sogar noch verschärfen.
Stell Dir zum Beispiel vor es gäbe zu einer Zeit zu viele Zwiebeln in Europa. Anstatt sie wegzuwerfen, wird beschlossen sie nach Afrika zu schicken. Dort gibt es allerdings auch Bauern die Zwiebel anbauen. Wenn die von Europa geschenkten Zwiebeln auf dem Markt landen, können sie billiger verkauft werden als die lokalen Zwiebeln, in die der Bauer Geld investiert hatte.
Klar, dass die lokale Bevölkerung die billigen Zwiebeln kauft. Der Bauer bleibt auf seinen Zwiebeln sitzen, die irgendwann verfaulen und wertlos werden. Wenn er aber seine Ernte nicht verkaufen kann, rutscht er noch tiefer in die Armut ab.
Klar dass Du nicht auf die komische Idee kommst Zwiebeln nach Afrika zu schicken. Vielleicht hilft das Dir aber zu verstehen, dass wir gut überlegen müssen wie wir helfen sollen, denn nicht jede Hilfe ist nützlich.