Malaria

Kannst Du Dich noch an das 6. Millennium- Entwicklungsziel erinnern? „Wir wollen AIDS und Malaria sowie andere Krankheiten bekämpfen“

Der Name Malaria kommt aus dem Italienischen „Mala aria“ (schlechte Luft).

Das heißt nicht, dass Malaria eine Krankheit der Atemwege ist. Früher gab es Malaria auch in Italien in den Sumpfgebieten, wo meist eine muffige, schlechte Luft war.

Heute gibt es Malaria nicht mehr in Europa, sondern in den warmen Ländern des Südens.

Die Malariamücke heißen „Anopheles“ und unterscheidet sich von den Stechmücken („Mustik“), die uns im Sommer beim Schlafen stören.

Die weiblichen Malariamücken müssen regelmäßig Blutmahlzeiten zu sich nehmen, damit die Eier in ihrem Bauch sich entwickeln können. Nach Einbruch der Dunkelheit oder in den frühen Morgenstunden suchen die Weibchen deshalb nach Opfern, die sie stechen können.

Einige Tage später, legen sie dann ihre Eier. Damit die Stechmücken sich entwickeln können, müssen die Eier in stehende Gewässer gelegt werden. Kleine Pfützen oder zum Beispiel das Wasser das sich in einer leeren Dose ansammelt, reichen schon aus.

Wenn die weibliche, infizierte, Malariamücke sticht, sondert sie etwas Speichel ab, der den Malariaparasiten enthält. Nach einer Reifung und Vermehrung des Parasiten, greift dieser die roten Blutkörperchen an. Bei einer schlimmen Malaria kann es zur massiven Zerstörung der lebenswichtigen roten Blutkörperchen kommen und einem schlimmen Blutmangel. Die Parasiten lösen noch andere Komplikationen aus.

Die Symptome der Malaria sind hohes, wiederkehrendes Fieber, Schüttelfrost und Durchfall. Bei Kindern oder geschwächten Personen, kann die Krankheit rasch zum Koma und zum Tod führen.

Weil das Hauptrisiko der Malaria in der Zerstörung der roten Blutkörperchen liegt, haben sich beim Menschen Veränderungen entwickelt, die einen gewissen Schutz gegen Malaria bieten.

So haben viele Menschen, die in den Ländern des Südens leben, keine runden roten Blutkörperchen, sondern ihre sind sichelförmig. Dadurch kann der Parasit nicht in die Blutkörperchen eindringen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich knapp eine Million Menschen an Malaria, etwa die Hälfte von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. 90 % der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent.

Du fragst Dich, was man gegen Malaria machen kann?

Impfung gibt es noch keine. Für uns ist es ganz einfach, wir brauchen einfach auf eine Reise in die Gebiete zu verzichten, wo es Malaria gibt.

Wer dennoch nicht auf eine weite Reise verzichten will, oder wer im Süden lebt, muss sich vor allem gegen die Mückenstiche schützen, zum Beispiel durchs Schlafen unter einem Moskitonetz.

Wer in den Tropen lebt und Fieber hat, muss gleich zum Arzt. Ein Bluttest ermöglicht es innerhalb kurzer Zeit zu bestätigen, ob es sich um Malaria handelt oder nicht. Wenn Ja, kann gleich eine Behandelung angefangen werden, die ausschließt, dass die Malaria tödlich endet.

Außerdem ist es wichtig aktiv gegen die Malariamücken vorzugehen, zum Beispiel dadurch, dass alle stehenden Gewässer ausgetrocknet oder abgedeckt werden.

Malaria ist eine Krankheit die vor allem die armen Menschen tötet. Klar, dass es der Malariamücke egal ist, ob Du arm oder reich bist. Klar ist aber leider auch, dass es für viele armen Menschen schwierig ist frühzeitig zum Arzt zu gehen. Oft warten sie bis die Krankheit sich bestätigt, und verschlimmert hat, bevor sie das Geld zusammensuchen und einen Arzt aufsuchen. Und leider ist es dann in vielen Fällen zu spät.

Auch die Vorbeugung ist schwieriger bei Menschen, die jeden Cents umdrehen, bevor sie ihn ausgeben. Ein Moskitonetz zu kaufen ist keine Priorität für Leute die nicht genug zu essen haben.

Ein weiteres Problem ist, dass die Pharmaindustrie kein großes Interesse daran hat, neue, günstigere oder wirkungsvollere Medikamente gegen Malaria zu erfinden. Die armen Menschen sind finanziell nicht interessant genug, und die Pharmaindustrien wissen, dass sie mit ihnen nicht das große Geld verdienen können.

Da ist es dann schon finanziell interessanter, neue Medikamente gegen Haarausfall zu erfinden, und diese für viel Geld in Europa zu verkaufen.