Aids

In unserem Körper tummeln sich ganz schön viele Bakterien oder Viren. Die meisten sind ungefährlich, doch manche können uns ganz schön krank machen.
Weil unser Körper weiß, dass er andauernd angegriffen wird, hat er sich eine Gesundheitsarmee aufgebaut. Diese Gesundheitsarmee nennen wir „Immunsystem“. Sie besteht aus lauter kleinen Kriegern, den  „weiße Blutkörperchen“. Erkennt unser Körper ein Fremdkörper, entsendet er seine „Armee“ und diese zerstören den Krankheitserreger, so dass wir schlussendlich doch nicht krank werden.
Jetzt gibt es aber ein ganz gefährliches Virus, das Aidsvirus (HIV oder VIH). Es greift nicht nur den Körper an, sondern richtet sich gegen die „Gesundheitsarmee“ des Körpers. Der Aidsvirus zerstört das Immunsystem des Menschen. So sind HIV infizierte Menschen jeder Krankheit ausgesetzt und ihr Körper kann sie nicht mehr dagegen verteidigen.
Wer sich mit dem Aidsvirus angesteckt hat, der wird nicht mehr gesund. Es gibt zwar Medikamente, die ermöglichen das Leben der Menschen mit HIV zu verlängern, doch schlussendlich riskieren sie aber an der Krankheit zu sterben.
Der Aidsvirus kann über drei Wege in unseren Körper gelangen:

  • Wenn unsere Mutter damit infiziert ist, kann sie uns während der Schwangerschaft oder der Geburt mit dem Virus anstecken.
  • Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Menschen der infiziert ist,
  • Durch Blut, das heißt zum Beispiel dadurch, dass zwei Menschen sich eine Spritze teilen, oder dass man ungeschützt eine Wunde anfasst die blutet.

In unserem Land wird zukünftigen Müttern vorgeschlagen, einen Bluttest zu machen, um zu kontrollieren, ob sie mit dem HIV infiziert sind oder nicht. Falls sie es sind, werden sie behandelt, und auch die Neugeborenen werden gleich nach der Geburt mit Medikamenten behandelt. 

Die Medikamente sind sehr teuer und für viele Menschen nicht zugänglich.
Doch auch in den Ländern, wo die Medikamente gratis vergeben werden, ist der Zugang zur Behandlung relativ schwer.

Wenn man ein Risikoverhalten hatte, kann man einen Bluttest machen, um zu wissen, ob man sich angesteckt hat oder nicht.
Viele Menschen haben aber eine zu große Angst um diesen Test zu machen. Sie wissen, dass sie, wenn sie HIV positiv sind, das Risiko eingehen von ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.  Weil zu viele Menschen noch nicht wissen, dass das Virus nur auf den vorher genannten 3 Wegen in unseren Körper gelangen kann, haben sie Angst nachher mit den infizierten Menschen zusammenzuleben. Sie glauben auch das gemeinsame Essen, das Benutzen eines gemeinsamen Glases, oder desselben Klos…wäre für sie eine Gefahr.
Die Gefahr verbirgt sich nicht in der infizierten Person, sondern im Verhalten ihres Umfeldes.
Denn wer die HIV infizierten Menschen ausschließt, drängt sie ins Schweigen. Die Menschen trauen sich nicht mehr den spezifischen Bluttest zu machen, sie wollen lieber nicht wissen ob sie angesteckt wurden. So leben sie, als ob nichts wäre und riskieren andere Menschen anzustecken, weil sie sich ihrer Krankheit nicht bewusst sind.
In weiten Teilen der Welt ist die Situation dramatisch. In verschiedenen Ländern, wie Botswana, Lesotho, Swasiland, ist sogar 1 Einwohner von 5 infiziert. Viele Menschen sterben. Schulen haben Probleme die Lehrer zu ersetzen die gestorben sind. Kinder müssen zu Hause bleiben und auf kranke Eltern oder Geschwister aufpassen. Die Folgen sind katastrophal und die Entwicklung vieler Länder leidet darunter.
Im Jahr 2007 waren 33,2 Millionen Menschen infiziert. Im selben Jahr starben ungefähr 2,1 Millionen Menschen an Aids, davon alleine fast drei viertel im südlichen Afrika.

Aber auch in Europa ist Aids eine Wirklichkeit. In Deutschland haben sich 2008 erneut 3.000 Menschen mit dem HI Virus infiziert. Damit hat sich die Zahl der Menschen, die mit HIV und Aids leben auf etwa 63.500 erhöht (Biblioographie #18)

Es ist wichtig, dass Du Dich über AIDS informierst, und, dass Du Dich dagegen schützt. Genauso wichtig ist es aber auch die infizierten Menschen nicht auszuschließen.