Kinderarbeit

Hat Deine Mutter Dich schon einmal gefragt den Abwasch zu erledigen oder den Rasen zu mähen?
Das war doch Arbeit, oder?
Heißt das, dass Du ein Opfer von Kinderarbeit bist? Du wirst bestimmt mit „Nein“ auf diese Frage antworten, auch wenn das Rasenmähen Dir nicht unbedingt Spaß gemacht hat.
Was macht also den Unterschied aus zwischen  den Rasenmähen und wahrer Kinderarbeit?
Man spricht von Kinderarbeit wenn die Arbeit den Kindern ihre Kindheit und ihre Würde zerstört, wenn ihre Schulausbildung, und ihre Entwicklung darunter leiden.
Unter Kinderarbeit versteht man wenn:

  • Junge Kinder bereits einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen müssen
  • der Arbeitstag zu lang ist (oft 12-16 Stunden am Tag)
  • die Arbeit schlecht bezahlt wird
  • die Kindern zu viel Verantwortung übernehmen müssen,
  • die Arbeit oder die Arbeitsbedingungen gefährlich sind (zB in einer Berggrube)
  • sie Arbeiten verrichten, die körperlich und seelisch zu sehr belasten
  • sie keine Zeit und Kraft für den Schulbesuch und die Schularbeit haben.

 
Moreno Pagani,
3. Klasse, Heiderscheid

„Das Kind muss Körbe machen, weil die Familie nicht genug Geld hat. Wenn die Eltern des Kindes genug Geld bekommen für ihre Arbeit, können die Kinder in die Schule gehen.“ (Moreno)



Moreno hat auf seinem Bild eine der Hauptursachen der Kinderarbeit dargestellt.
Oft ist Armut der Eltern der Grund weshalb die Kinder auch arbeiten müssen um Geld zu verdienen. Moreno schlägt vor, den fairen Handel zu unterstützen. Wenn die Eltern dann einen gerechten Lohn für ihre Arbeit bekommen, dann können die Kinder wieder Kinder sein, spielen und zur Schule gehen.

Wer zum Beispiel einen neuen Teppich kaufen will, kann auf das Goodweave-Siegel achten. Dieses Siegel auf einem Teppich garantiert, dass er nicht von Kindern hergestellt wurde.

Wo es mehr Informationen zum Thema Kinderarbeit gibt, erfährst Du im Büro unter „Hintergrundwissen“, wenn Du auf die Bücher klickst die auf dem Stuhl liegen.